Naturstein

Naturstein ist ein Material, das in Steinbrüchen gewonnen wird. Die möglichen Oberflächen reichen von grob gespitzt bis zur polierten Oberfläche. Natursteine mit gleicher oder ähnlicher Optik können sehr unterschiedliche technische Eigenschaften haben. Diese technischen Daten fallen sehr unterschiedlich aus, vor allen Dingen in den Punkten Wasseraufnahme und Festigkeit.

Zu der Gruppe zählen alle Kalksteine, wie Jura oder Solnhofer, ebenso wie alle Marmore. Natursteine sind nicht fleckfest und somit reinigungsunfreundlich. Die Kratzempfindlichkeit ist sehr hoch. Hauptbestandteil ist Kalk oder anverwandte, umgewandelte Materialien.

Der Gruppe Naturstein sind hinzuzuordnen: Dolomite, Muschelkalke, Travertine, Tuffe, Schiefer usw. Sandsteine sind nicht unbedingt weich, aber generell schmutzempfindlich.

Besonderheit:

Typisch für Granite sind Rotverfärbungen durch fehlerhafte Reinigung. Hinzu kommt mangelnde Qualität als häufiger Grund zur Klage.

Reinigungsverfahren für Natur- oder Kunststeine sind:

Zweistufiges Nasswischen (in der Unterhalts- oder Wiederholungsreinigung):

Die Zweistufen-Methode stellt das klassi-sche Nasswischverfahren dar. Beim ersten Arbeitsgang wird mit einem Mopp so viel Reinigungsflüssigkeit auf den Belag gebracht, dass haftende, wassergebundene Verschmutzungen aufweichen bzw. abgelöst werden. In der zweiten Arbeitsstufe wird die überschüssige Schmutzflüssigkeit wieder mit Reinigungstextilien aufgenommen. Der Reinigungseffekt ist wesentlich besser als beim einstufigen Nasswischen; außerdem trocknet das Wischwasser schneller, so dass die Rutschgefahr verringert wird.

Grundreinigung / Intensivreinigung:

Bei einer Grundreinigung werden haftende Verschmutzungen, abgenutzte Pflegefilme oder andere Rückstände, die das Aussehen der Oberfläche beeinträchtigen, entfernt. Eine Grundreinigung wird im Allgemeinen nur in größeren Zeitabständen durchgeführt.

Oberflächen sollen frei von haftenden Verschmutzungen bzw. abgenutzten Pflegefilmen oder anderen Rückständen sein; weiterhin sollen Oberflächen schlieren- und fleckenfrei sein, soweit dies nach dem Stand der Technik möglich ist.

Nach jeder Grundreinigung ist, je nach Bodenbelag, das Auftragen eines Pflegemittels auf die Oberfläche notwendig. Dies schützt vor mechanischer Beanspruchung (Werterhaltung) und erleichtert die nachfolgende Unterhaltsreinigung. Die spätere Beseitigung von abgenutzten Pflegemittelfilmen soll möglich sein.

Sonderbehandlung (Steinkristallisation):

Kristallisation ist eine Oberflachenvergütung, bei der so genannte Silikofluoride zum Einsatz kommen. Zur Steinkristallisation eignen sich nur kalkhaltige Natur- und Kunststeine. Als Beispiel seien angeführt: Polierte Natursteine: (Marmor, Jura, Muschelkalk, Solnhofer und Travertin) und Betonwerksteine: (Terrazzo und Agglo – Marmor)

Steinkristallisationsmittel sind mit den Fluorsäuren verwandt. Häufig setzt man Magnesiumsilikofluorid ein. In wässriger Lösung hat dieses Produkt einen pH- Wert von 1-2, wies bedeutet, dass polierte Kalksteinflächen durch die frei werdende Säure stumpf werden. Bearbeitet man jedoch den Stein gleichzeitig mit Stahlwolle (Pads bzw. Spezialbürste), so entsteht eine hochglänzende Oberfläche.

Durch eine chemische Reaktion entsteht beim Auftrag von solchen Steinkristallisationsmittel bei kalkhaltigen Steinen der schwerlösliche Flussspat, welche die Oberfläche zusätzlich verdichtet und vergütet. Ein zusätzlicher Schutz wird aufgebaut.